Verben

have to und must: englische Verpflichtungen richtig ausdrücken

Niveau A2 Verben
Kernidee

Im Englischen drücken sowohl 'must' als auch 'have to' eine Verpflichtung aus. 'Must' klingt meist nach einem starken, persönlichen Antrieb, während 'have to' eher eine Regel von außen beschreibt, etwa: "I have to work on Saturday." Achte besonders auf die Verneinung, denn anders als im Deutschen, wo "du musst nicht" oft beides meinen kann, sind die englischen Formen klar getrennt: "You mustn't smoke here." heißt verboten, "You don't have to pay." heißt dagegen nur, dass es nicht nötig ist. Wer diese beiden verwechselt, sagt im Englischen schnell das genaue Gegenteil.

Beispiele

  • I have to work on Saturday. an external obligation to work
  • You mustn't smoke here. smoking is forbidden here
  • You don't have to pay. paying is not necessary

Die ganze Lektion

Alles aus dem Video, als Text.

  1. have to vs must

    Verpflichtung — und die Falle der Verneinung

    <t>You mustn't go</t> und <t>you don't have to go</t> klingen ähnlich, sind aber Gegenteile. Das eine verbietet es. Das andere sagt, es ist freiwillig.

  2. have to und must bedeuten: du musst es tun.

    <t>Have to</t> und <t>must</t> drücken beide eine Verpflichtung aus: etwas, das du tun musst. Im Bejahenden sind sie meist austauschbar. Der Unterschied zeigt sich an zwei Stellen.

  3. Woher kommt die Verpflichtung?

    must
    • persönliches Gefühl
    • innerer Druck
    • "ich finde es wichtig"
    have to
    • eine Regel oder ein Gesetz
    • äußere Kraft
    • jemand anderes entscheidet

    Erster Unterschied: woher die Verpflichtung kommt. <t>Must</t> ist eher persönlich, ein Druck, den du dir selbst machst. <t>Have to</t> ist eher äußerlich: eine Regel, ein Gesetz, der Befehl eines anderen.

  4. I must call my mum tonight.

    innere Verpflichtung

    Innere Verpflichtung: es ist mir wichtig, also nehme ich <t>must</t>. I must call my mum tonight.

  5. I have to wear a uniform at work.

    äußere Verpflichtung

    Äußere Verpflichtung: eine Regel entscheidet, nicht ich. Nimm <t>have to</t>. I have to wear a uniform at work.

  6. She has to work on Saturday.

    must ändert nie die Form

    Und nur <t>have to</t> ändert sich bei <t>he</t>, <t>she</t> und <t>it</t>: es wird zu <t>has to</t>. She has to work on Saturday.

  7. Verneint sind must und have to NICHT gleich.

    Jetzt das Wichtigste: die Verneinung. Hier irren sich die meisten Lernenden, denn die beiden bekommen völlig verschiedene Bedeutungen.

  8. You mustn't smoke here.

    Verbot

    <t>Mustn't</t> heißt verboten. Es gibt eine Grenze, die du nicht überschreiten darfst. You mustn't smoke here.

  9. You don't have to pay.

    keine Pflicht

    <t>Don't have to</t> heißt das Gegenteil: es ist einfach nicht nötig. Du kannst, wenn du willst; niemand hält dich auf. You don't have to pay.

  10. You mustn't go. Verboten: geh NICHT.
    You don't have to go. Freiwillig: geh, wenn du willst.

    mustn't = verboten · don't have to = nicht nötig

    Achte auf die Falle. <t>You mustn't go</t> verbietet es: geh nicht. <t>You don't have to go</t> befreit dich: geh, wenn du willst. Vertauschst du sie, sagst du genau das Gegenteil von dem, was du meinst.

  11. Visitors mustn't feed the animals.

    Verbot

    Noch ein Paar zum Einprägen. Verboten, dann freiwillig: gleiche Situation, gegenteilige Regel. Visitors mustn't feed the animals.

  12. Merke

    • must = persönlich · have to = äußere Regel
    • mustn't = verboten
    • don't have to = nicht nötig

    Also: <t>must</t> ist persönlich, <t>have to</t> ist äußerlich, aber im Bejahenden nimm eins von beiden. Nie verwechseln: <t>mustn't</t> ist verboten, <t>don't have to</t> ist freiwillig.