imati / nemati: "haben" auf Serbisch richtig sagen
"imati" heißt "haben" und gehört zu den Wörtern, die du im Serbischen täglich brauchst. Merk dir zwei Dinge. Erstens: Das Objekt steht im Akkusativ. Aus "sestra" wird "sestru" – also "Imam sestru." Maskuline, unbelebte Nomen bleiben gleich: "Imam auto." Zweitens die Verneinung. Sie heißt nicht "ne imam", sondern verschmilzt zu einem Wort: nemam, nemaš, nema und so weiter. Und nach "nemam" wechselt das Objekt oft in den Genitiv: "Nemam novca", "Nemam vremena." Eine Frage bildest du mit der Partikel "li": "Imaš li auto?" Wenn du diese drei Punkte beherrschst, klingst du sofort natürlicher.
Beispiele
- Imam sestru. I have a sister.
- Nemam novca. I have no money.
- Imaš li auto? Do you have a car?
Die ganze Lektion
Alles aus dem Video, als Text.
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„Imam sestru“ — ich habe eine Schwester. Leicht, oder? Doch die Verneinung ist nicht „ne imam“ — sondern ein verschmolzenes Wort, „nemam“. Und dann wechselt das Objekt oft den Fall. Klären wir das.
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„Imati“ heißt „haben“ — du brauchst es ständig: für Dinge, Familie, Zeit und Pflichten. Die wichtigste Regel: das Objekt nach „imati“ steht im Akkusativ, dem Fall für „wen? was?“.
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Hier das Präsens von „imati“. „Ja imam, ti imaš, on ima, mi imamo, vi imate, oni imaju.“ Achte auf die Form „imam“ — das heißt „ich habe“, die hörst du am häufigsten.
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Erstes Beispiel. „Sestra“ ist feminin und ändert im Akkusativ die Endung: „sestra“ wird zu „sestru“. Deshalb sagen wir: Imam sestru. Sieh, wie die Endung -a zu -u wurde — das ist der Akkusativ in Aktion.
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Jetzt etwas, das wie eine Ausnahme aussieht, aber keine ist. „Auto“ ist maskulin und unbelebt, und solche Nomen bleiben im Akkusativ gleich — nichts ändert sich. Imam auto. „Auto“ ist im Nominativ und im Akkusativ gleich — klingt also leicht.
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Jetzt die Verneinung. Wichtig: die Verneinung von „imati“ sind nicht zwei Wörter. Wir sagen nicht „ne imam“. „Ne“ und „imam“ verschmelzen zu einem Wort — „nemam“. Unregelmäßig, aber immer so.
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Hier der häufigste Anfängerfehler. „Ne imam“ gibt es im Serbischen nicht. Immer „nemam“. Das gilt für alle Personen: nemaš, nema, nemamo, nemate, nemaju.
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Und der zweite Teil der Falle. Nach dem bejahenden „imam“ steht das Objekt im Akkusativ. Aber nach dem verneinenden „nemam“ wechselt das Objekt oft in den Genitiv — den Fall für „wessen? von was?“.
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Sehen wir es am Beispiel. „Novac“ steht nach „nemam“ im Genitiv und wird zu „novca“. Deshalb ist richtig: Nemam novca. Nicht „nemam novac“, sondern „nemam novca“ — Genitiv nach der Verneinung.
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Dieselbe Falle mit dem Wort „vreme“. Nach „nemam“ sagen wir nicht „nemam vreme“ — richtig ist „nemam vremena“, im Genitiv.
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Wie stellt man eine Frage? Du fügst die Partikel „li“ nach dem Verb ein. „Imaš li auto?“ heißt „Hast du ein Auto?“. Einfach und sehr gebräuchlich. Imaš li auto?
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Zum Schluss bildet „imati“ viele Alltagswendungen. „Imati vremena“ — Freizeit haben. „Imati pravo“ — recht haben. Es lohnt sich, sie als feste Wendungen zu merken.
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Fassen wir zusammen. „Imati“ verlangt den Akkusativ: imam sestru. Die Verneinung ist immer das verschmolzene „nemam“, nie „ne imam“. Und nach „nemam“ steht das Objekt im Genitiv: nemam novca, nemam vremena.